Ursula Tintelnot

Floria Tochter der Diva


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      April

      Zwei Wochen später war Susan in die USA geflogen. Floria hatte sie zum Flughafen gebracht.

      »Wenn Thomas mich hinbringt, werde ich nicht einsteigen können.«

      Noch nie hatte Floria ihre Freundin so aufgewühlt gesehen. Susan war emotional ein Schmetterling. Sie flatterte von Blüte zu Blüte, ohne mehr davonzutragen, als ein klein wenig goldenen Staub. Jetzt schienen ihre leichten Flügel schwer geworden zu sein. Sie hatte sich zum ersten Mal ernsthaft verliebt. Als sie sich zum Abschied umarmten, heulte sie wie ein Kleinkind.

      »Susan, er läuft dir nicht weg. Ich werde auf ihn achtgeben, versprochen.«

      Floria blickte ihr nach, bis sie nicht mehr zu sehen war. Wann würde sie selbst sich wieder verlieben können? Sie war noch nicht bereit für eine neue Liebe, die Wunde, die Christofs Tod hinterlassen hatte, noch nicht ausgeheilt.

      Aber sie würde wieder singen. Dank Laura hatte Floria ihr Selbstvertrauen und damit ihre Stimme wiedergefunden.

      Kurt hatte zugesagt, Christofs Lieder mit ihr einzuspielen. Er würde leben, solange seine Musik lebte.

      Sie stand inzwischen vor einer riesigen Glasscheibe, an der Millionen Regentropfen herabliefen. Undeutlich sah sie das Flugzeug in den Himmel steigen, das eine vermutlich immer noch schluchzende Susan mit sich nahm. Nicht mehr lange, dachte sie. Dann würde auch sie Emma wieder verlassen müssen. Ich werde die Wohnung in New York verkaufen.

      Sie konnte ebenso gut ihren Wohnsitz in Europa haben. Warum sollte sie nicht sogar bei Emma bleiben? Zu ihren Engagements konnte sie von hier aus genauso problemlos gelangen wie aus jeder beliebigen großen Stadt. Nein, sie wollte Emma nicht mehr so lange allein lassen, wie sie das in der Vergangenheit getan hatte. Emmas Zeit wurde knapp. In Rom, bei ihrer Mutter zu leben, erwog sie nicht eine Sekunde. Nach ihrem letzten wütenden Gespräch mit Diane war ohnehin Funkstille. Wütend war die Untertreibung des Jahres. Wenn sie an das Telefonat mit ihrer Mutter zurückdachte, kochte sie noch immer.

      »Ich hatte zu viel zu tun, um dir auch noch deine Briefe hinterher zu schicken«, hatte Diane ihr auf ihre Frage nach der Post, die Susan ihr geschickt hatte, erklärt. »So wichtig kann das alles ja nicht gewesen sein.«

      »Aber mir wäre es wichtig gewesen, zu wissen, wann Christofs Beerdigung stattfinden würde.«

      »Er war eine Affäre, weiter nichts.«

      An diesem Punkt der Auseinandersetzung war Floria ausgerastet.

      »Hörst du dir manchmal selber zu? Nicht nur meine Post ist dir nicht wichtig, auch ich bin es nicht. Nie gewesen.«

      »Nimm dich nicht zu ernst, Floria. Sieh dich doch an. Deine Rollen sind längst anderweitig besetzt. Melden sich denn deine alten Kollegen noch? Haben sie dich nicht längst vergessen?«

      Floria schnappte nach Luft. Aber es kam noch schlimmer.

      »Und sieh dir deine geliebte Emma an. Mein Vater war kaum unter der Erde, als sie sich schon mit Alex einließ.«

      Sie konnte nicht glauben, was sie gerade hörte. »Jeder ist ersetzbar, Floria. Jeder!«

      »Ja! Und das gilt auch für dich, MUTTER«, stieß sie hervor, obwohl sie wusste, dass Diane es hasste, Mutter genannt zu werden.

      Floria war immer klar gewesen, dass Diane nicht die ideale Mutter sein konnte, oder wollte. Aber sie hatte nicht geahnt, wie sehr ihre Mutter sie ablehnte. Was war nur mit ihnen geschehen?

      Floria durchquerte die Flughafenhalle und rannte durch den Aprilregen hinüber zu dem schützenden Dach, unter dem sie ihr Auto geparkt hatte. Nach wenigen Sekunden war sie klitschnass.

      »Mist«, sie schüttelte sich. Emma behauptete, ein nasser April würde eine reiche Ernte bringen und die Blumen im Sommer besonders schön blühen lassen. Was den Garten betraf, machte ihr so schnell keiner was vor, meistens hatte sie recht. Ihr wäre allerdings ein nicht ganz so nasser Monat lieber gewesen.

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