ANDRE AMISIUS

Romantische Realisten & melancholische Millionäre


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      ANDRE AMISIUS

      Romantische Realisten & melancholische Millionäre

      Ein Sammelsurium

      Dieses ebook wurde erstellt bei

      

      Inhaltsverzeichnis

       Titel

       I. Aus Liebe

       II. Aus Kunst & Philosophie

       III. Aus Wirtschaft & Politik

       IV. Aus überstandener Verzweiflung

       Impressum neobooks

      I. Aus Liebe

       Andre Amisius

      

       Romantische Realisten

       &

       melancholische Millionäre

       Sammelsurium vordergründiger Maximen

       samt ihrer hintergründigen Motive

      Vorwort

      Lassen Sie mich Ihnen zunächst einmal zum Erwerb dieses Buches den handelsüblichen und damit unvermeidlichen Glückwunsch aussprechen. Denn wenn Sie Glück haben, wird Ihnen der Inhalt womöglich gefallen. Wenn nicht, können Sie das Buch (sofern Sie es in gedruckter Form erworben haben) dagegen immer noch als Fliegenklatsche oder aber zumindest dann und wann als willkommenes Wurfgeschoss für missliebige Zeitgenossen verwenden.

      Vor Ihnen liegt nun die beeindruckende Essenz eines ein halbes Jahrhundert andauernden, gelebten Lebens. Halt - das hört sich nicht nur an wie aufgeblasenes Wortgeschwurbel; das ist es auch. Insofern handelt es sich eigentlich bloß um alle möglichen Gedanken, Ideen, Zweifel, sowie Ein- und Ausfälle, die man im Laufe der Jahre eines Lebens so (oder so ähnlich) haben kann. Das alles Ihnen nun in dieser Form zu präsentieren, ist vor allem zwei Umständen geschuldet:

      1. dem alterungsbedingten Hang zur selbst gewählten Isolierung, und

      2. einem eklatanten Mangel an Talent, Fleiß und Ehrgeiz, all diese Ideen in eine literarisch angemessene wie anspruchsvolle Form zu geben. Oder kürzer gesagt: Romane zu schreiben ist zu anstrengend, und Gedichte will heutzutage offenbar eh kein Mensch mehr lesen.

      Die Gebildeteren unter den Lesern bitte ich bereits an dieser Stelle um Nachsicht, dass ich bei der Formulierung der Fragen nicht immer sicher zwischen den Konjunktiven eins und zwei unterschieden habe. Diejenigen, die noch über eine zumindest annähernd solide Halbbildung verfügen, erfreuen sich bitte daran, dass sie überhaupt noch wissen, dass es so etwas wie einen Konjunktiv gibt. Allen anderen empfehle ich, sowieso nicht weiter ihre Zeit damit zu vergeuden, sich zu fragen, ob es richtigerweise heißen muss, er s e i ein Klugscheißer oder aber er w ä r e ein Besserwisser …

      Die Antwort auf die Frage, ob der Gehalt dieser Schrift letztlich mehr dem Wesen von Spiritualität oder aber der Wirkungsweise einer Spirituose näher kommt, bleibt jedem selbst überlassen; ein Gläschen Rotwein zur Begleitung der Lektüre kann der Entscheidungsfindung allerdings sehr förderlich sein – bei der Entstehung dieser Schrift war es das schließlich ebenfalls.

      Ansonsten gilt mein Dank all denjenigen Menschen, die in den zurückliegenden Jahren und Jahrzehnten dazu beigetragen haben, dass es so weit kommen konnte, wie es jetzt gekommen ist – einerlei, ob sie dies willentlich oder zufällig, ob sie es in guter oder in böser Absicht getan haben.

       1. Was für das Leistungsprinzip spräche?

      Erstens ist es offensichtlich gerechter und damit zweitens schlichtweg vernünftig. Und doch ist es für das menschliche Zusammenleben nur unzureichend handhabbar. Denn die meisten Menschen würden, wenn sie nur das Maß an Liebe bekämen, was sie sich auch tatsächlich verdient hätten, unweigerlich eingehen.

      Die Liebe ist nun mal mehr ein Ehrenamt als ein Geschäft – und wenn sie tatsächlich ein Geschäft wäre, dann wohl in den allermeisten Fällen ein veritables Zuschussgeschäft.

       2. Ob Naturheilverfahren wirksam seien?

      Aber ja – vor allem das gleichermaßen wirksamste, preisgünstigste und wertvollste, das es überhaupt gibt: den Kuss.

       3 . Was das Einlochen beim Golf für den Umgang mit eigenen Erfolgen lehre?

      Vor allem zwei Dinge:

      1. Jubeln Sie in einer Art und Weise, die vor allem dem Empfinden Ihrer Mitspieler angemessen ist; und nicht etwa nur ihrem eigenen.

      2. Erzählen Sie Außenstehenden, die nichts davon wissen, auf keinen Fall ungefragt von den kleinen Hilfslinien auf dem Ball.

       4. Was der Unterschied zwischen einem Opportunisten und einem Prinzipienreiter sei?

      Opportunisten nennt man diejenigen Menschen, die so häufig ihre Meinung wechseln, wie Frauen sich gern neue Schuhe kaufen. Prinzipienreiter hingegen sind die Menschen, die so lange an ihren Überzeugungen festhalten, wie die meisten Männer an ihrer Unterwäsche.

       5. Was Hosenkauf und Partnerwahl gemeinsam hätten?

      Nun, bis man etwas gefunden hat, was einerseits Bequemlichkeit gewährleistet, zudem noch vorteilhaft aussieht und damit insgesamt wirklich gut passt – bis dahin vergeht dann doch ein Vielfaches an Zeit von dem, was man ursprünglich eingeplant hatte.

       6. Was das gelungene Kompliment von bloßer Schmeichelei unterschiede?

      Der Unterschied beruht auf der Anatomie derjenigen, die sie machen: der Schmeichler hat lediglich gute Augen, der Komplimentier verfügt darüber hinaus auch noch über ein offenes Ohr für sein Gegenüber.

       7. Was unter partnerschaftlicher Aufgabenteilung auch verstanden werden könne?

      Wenn einer für den Unterhalt einer Sache aufkommt, die dem anderen zur Unterhaltung dient.

       8. Welches das größte Glück sei?

      Ein eigenes Kind haben zu dürfen – und als größtes Privileg erweist sich überdies dann noch, wenn man für den Rest des Lebens auch noch jemand anderen als nur den jeweiligen Elternteil küssen darf.

       9. Ob die Liebe einer Mutter größer und stärker ist als die eines Vaters?

      Das lässt sich nicht endgültig beurteilen. Wie das Ausmaß der Liebe eines Vaters beschaffen sein kann, erkennt man aber womöglich daran, wie viele von ihnen dafür sogar zum Äußersten bereit sind und eine Ehe in Kauf nehmen.

       10. Was treibt die Menschen wieder und wieder zur Liebe?

      Vielleicht, dass sie für einen Moment mehr fühlen können, als sie in einem ganzen Leben lang wissen können.

       11. Was wirklich adelt?

      Weder