Inge Patsch

Mich in meinem Leben finden


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brauchen Schrittmacher

      die uns mit Sinnvollem inspirieren

      wir brauchen Schrittmacher

      die uns ermutigen eigene Schritte zu gehen

      auch wenn wir eine andere Richtung einschlagen

      Am Anfang weist der Mangel auf etwas hin

      wir können das Fehlende nicht benennen

      uns fehlen Worte für das was fehlt

      trotzdem öffnet dieser Mangel die Tür

      zur Tiefe des Lebendigen

      dort können Glücksmomente empfunden und erlebt werden

      nur festhalten kann ich sie nicht

      Von der Sehnsucht nach Geborgenheit und dem Dilemma des Vergleichens

      Es hat sehr viel mit dem Empfinden von Geborgenheit zu tun, um mich in meinem Leben zu finden. Geborgenheit ist unmittelbar mit Lebensgewissheit verbunden. Diese wirkt unabhängig von Leistung, gilt auch losgelöst von Besitz und Macht. Lebensgewissheit und Geborgenheit können in dem Maße wachsen und gedeihen, in dem sich ein Mensch auf das Leben einlässt und sich berühren lässt. Sich auf das Leben einzulassen hat viel mit der persönlichen Sichtweise und den eigenen Vorstellungen zu tun, wie Leben zu sein hat.

      Es gibt viele unterschiedliche Haltungen dem Leben gegenüber. Ich greife zwei heraus: Auf der einen Seite gibt es das Streben nach Sicherheit, aber es gilt sich auch mit der Tatsache anzufreunden, dass es keine Sicherheit gibt. Das Risiko mangelnder Sicherheit sollten wir bedenken und auch bejahen. Wir sind wie Akrobaten, die ohne Netz arbeiten. Viele Male fängt uns das Leben auf und irgendwann der Tod. Wer eine leise Ahnung hat von diesem Phänomen der Geborgenheit, erlebt immer wieder diese Gewissheit, innen heil zu bleiben, auch wenn es äußere Verletzungen gibt und die Bedingungen nicht ideal sind. Die Geborgenheit wohnt im Land der inneren Gewissheit. Leider gibt es keine Reisebeschreibung, wie man dorthin gelangt, aber es gibt Gedanken von Menschen, die zum Nachdenken anregen.

      Es hängt von der jeweiligen Lebenssituation ab, ob sich ein Mensch berühren und inspirieren lässt, und von seiner Bereitschaft, Interesse und Lernfreude zu entfalten. Wir werden inspiriert, doch was dann folgen muss, ist Offenheit, persönliches Interesse und ein bewusstes Wahrnehmen. Wie wir äußere Eindrücke wahrnehmen und eigene Gedanken dazu entfalten, dafür sind wir selbst zuständig. Dem Verlauf der persönlichen Gedankenwelt auf die Spur zu kommen, macht uns empfindsam, stärkt unsere Eigenständigkeit und unsere Tatkraft. Denken allein überzeugt niemanden, nicht einmal uns selbst, und deshalb müssen wir vor allem Taten setzen, in denen man Sinn verwirklicht.

      Trotzdem können Gedanken unsere Taten beflügeln oder lahm legen. Deshalb ist es sinnvoll, sich bewusst zu machen, welche Gedanken das Empfinden von Geborgenheit erschweren oder sogar verhindern:

      •Das Leben als Wettbewerb sehen und siegen wollen

      •Das Vergleichen mit anderen

      •Der Anspruch, immer noch besser sein zu wollen

      •Akribisch genaue Planung, ohne auf die Realität zu achten

      •Schuldgefühle pflegen, die nichts mit tatsächlicher Schuld zu tun haben

      •Ständige Bewertungen, Kommentare und Empörungen

      Es gibt aber auch Gedanken, welche dieses Empfinden stärken:

      •Sich begeistern und bestimmten Werten treu bleiben

      •Mut zum Wagnis

      •Dankbar sein für Gelegenheiten, die das Leben bietet

      •Auf das Gelungene im eigenen Leben schauen

      Mein Anliegen ist es, Menschen mit Gedanken zu inspirieren, die nicht alltäglich sind, doch sehr wohl unseren Alltag betreffen. Aus diesem Grund erzähle ich einige Geschichten, die ich persönlich erlebt habe. Dieses Erleben hat wenig zu tun mit dem, wie „es“ sein soll. Die „So-sollte-es-sein-Gedanken“ entsprechen unseren Vorstellungen, unseren Plänen und dem, was momentan in der Gesellschaft Gültigkeit hat. Das Leben aber fragt uns oft etwas völlig anderes.

      Geschichte zur Inspiration

      Innere Spurensuche

      Was löst das soeben Gelesene in mir aus?

      Kenne ich Situationen, in denen ich mich mit anderen vergleiche?

      Beflügelt oder behindert mich dieses Vergleichen?

      Viktor E. Frankl und Ignatius von Loyola als Wegweiser

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      Bilder bzw. Symbole leisten einen wertvollen Beitrag für unsere Wahrnehmung und schärfen unsere Sichtweise. Deshalb verwende ich für die Gedanken von Viktor E. Frankl das Symbol der Brille. Sie hilft uns, klarer zu sehen, und dient als Kennzeichen für Frankl, der nicht nur die Logotherapie und Existenzanalyse begründet, sondern auch Brillen entworfen hat.

      IHS – die ersten drei Buchstaben des griechischen Namens für Jesus –, werden bei den Jesuiten als