Astrid Warbinek

Segel setzen (E-Book)


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mit Schülerinnen und Schülern mit besonderen Bedürfnissen (Lernschwäche/Lernbehinderung, Verhaltensauffälligkeiten, emotionale Probleme, Autismus-Spektrum-Störung usw.)–Unterricht mit lernschwächeren Schülerinnen und Schülern–Unterricht mit lernstarken Schülerinnen und SchülernUnterstützende und gesunde Beziehungen im Klassenzimmer aufbauen[8]–Was sind Beziehungen?–Selbstmanagement als Aspekt des Beziehungsaufbaus–Bedeutung von Grenzsetzungen in Beziehungen–Strategien zum Aufbau von Beziehungen–Lehrer-Schüler-Beziehungen in städtischen Umgebungen

       Merkmale guten Unterrichts

      •klare Strukturierung des Lehr-Lern-Prozesses,

      •intensive Nutzung der Lernzeit,

      •Stimmigkeit der Ziel-, Inhalts und Methodenentscheidungen,

      •Methodenvielfalt,

      •intelligentes Üben,

      •individuelles Fördern,

      •lernförderliches Unterrichtsklima,

      •sinnstiftende Unterrichtsgespräche,

      •regelmäßige Nutzung von Schüler-Feedback,

      •klare Leistungserwartungen und -kontrollen.

      •Klassenführung,

      •Klarheit und Strukturiertheit,

      •Konsolidierung und Sicherung,

      •Aktivierung,

      •Motivierung,

      •lernförderliches Klima,

      •Schülerorientierung,

      •Kompetenzorientierung,

      •Umgang mit Heterogenität,

      •Angebotsvariation.

      Bei Nolting ist das präventive Lehrerhandeln zentral für eine vorbeugende Konfliktlösung; er empfiehlt verschiedene präventive Strategien während des Unterrichts, nämlich:

      •Prävention durch Regeln und Organisation,

      •Prävention durch breite Aktivierung,

      •Prävention durch Unterrichtsfluss,

      •Prävention durch Präsenz- und Stoppsignale.

      Treten Konflikte auf, so kann die Lehrkraft lehrerzentriert handeln, dabei möglichst sparsam (knapp und schnörkellos) reagieren und so schnell wie möglich zum Unterricht zurückkehren. Eine klare Rahmensetzung und ein Anreizsystem statt Strafen sind für Nolting Gelingensfaktoren präventiv wirksamer Klassenführung. Bei wiederkehrenden Konflikten sollte die Lehrkraft die Schüleraktionen verstehen lernen, bevor sie lehrerzentriert oder kooperativ handelt. Um kooperative Lösungen zu erreichen, schlägt Nolting eine kooperative Gesprächsführung vor (z. B. nach Thomas Gordon oder Alexander Redlich und Wilfried Schley).

      Auch Gert Lohmann hat ein kooperatives Modell entworfen, in das sich der Umgang mit Unterrichtsstörungen einordnen lässt. Kooperation bezieht sich in diesem Modell auf zwei Gruppen: kooperativ mit den Schülerinnen und Schülern umgehen und kooperativ mit den Kolleginnen und Kollegen im Austausch sein. Lohmann unterscheidet die drei Dimensionen der Beziehungsebene, Unterrichtsebene und Disziplinmanagement-Ebene, in der die Lehrkraft gegenüber den Schülerinnen und Schülern je nach Rolle und Situation präventiv und unterstützend (proaktiv) oder intervenierend und problemlösend (reaktiv) agieren kann. Die Reflexionsbereitschaft der Lehrkraft ist hier zentral. Sie muss hoch und grundsätzlich überhaupt gegeben sein, damit sich professionelles Handeln entwickeln kann.

       Das Linzer Modell

KATEGORIENMUSTER/FÜHRUNGSVERHALTEN
UnterrichtsgestaltungAfachorientiert
Bkommunikativ-beziehungsorientiert
Cneutral (überall im Mittelwert)
Ddisziplinierend
BeziehungsförderungAfachorientiert
Bkommunikativ-beziehungsorientiert
Cneutral (überall im Mittelwert)
Ddisziplinierend
VerhaltenskontrolleAfachorientiert
Bkommunikativ-beziehungsorientiert
Cneutral (überall im Mittelwert)
Ddisziplinierend

       Die Hattie-Studie