und Vergleichsabdruck lässt darauf schließen, dass die Person einen Sportschuh für den Alltagsgebrauch – also einen Sneaker – mit geprägter Laufsohle aus Polymerwerkstoff getragen hat. Links innenseitig hat die Sohle geringe Verschleißerscheinungen, das deutet auf Abweichungen im Kniegelenk hin. Die Schuhgröße ist siebenundvierzig, also ein relativ großer Fuß.“
Er meinte, das schränke doch beträchtlich die Zahl der Fabrikanten und der Träger ein.
Kurze Pause.
„Einen wichtigen stummen Zeugen haben wir noch gefunden“, sagte Dirk Becker. „An der korrodierten Oberfläche der Autotür haben wir Wollfasern entdeckt. Die Laboranalyse weist darauf hin, dass die Faserreste von einem Karakulschaf stammen.“
„Also Steppenschaf aus Ostasien?“, ergänzte ein anderer Beamter.
„Diese Rasse ist aber heute weltweit verbreitet. Offene Frage - kommen Pullover und Träger aus derselben Gegend?“, stellte rhetorisch fragend der Hauptkommissar in den Raum.
Hebestreit hob in der Besprechung hervor, dass nun ein zweites Opfer nach fast dem gleichen Muster gefoltert und getötet worden sei. Das Vorgehen käme einem Serienmord nahe. Auffallend seien in beiden Fällen die unterschiedlichen Augenfarben.
Rohrbach fiel ins Wort und fuhr fort, also suchten die Täter gezielt nach einem asiatisch aussehenden, nicht sehr großen Mann mit einer Störung in der Pigmentierung der Regenbogenhaut des Auges. Der gesuchte Mann musste Informationen besitzen, die den Tätern sehr wichtig seien.
Der hiesige Kommissar spann weiter, dass aus Frust, weil die Täter nicht die gewünschten Botschaften erhielten, das Opfer getötet wurde oder es sei an den Folgen der Folterung gestorben. Er telefonierte mit dem Labor und machte Dampf, dass die Untersuchungsergebnisse vorzulegen seien.
Also müsste man mit weiteren Foltermorden rechnen, schlussfolgerten alle Beteiligten. Hebestreit zog seine Stirn kraus.
Während der Mittagspause riss die Diskussion der Spezialisten nicht ab, es wurde gemutmaßt und spekuliert, vermutet und befürchtet. Danach erhielten sie weitere Ergebnisse der Laboruntersuchung.
„Die Laboranalyse der Blutprobe hat ergeben, dass es sich um eine sehr seltene Blutgruppe handelt“, referierte der Gerichtsmediziner.
„Der Abgleich der Fingerabdrücke mit den Datenbeständen der AFIS-Datenbank hat einen Wladimir Stassow als Verdächtigen ermittelt. Aber wegen der Undeutlichkeit der Minutien, den feinen Verzweigungen der Papillarleisten des Fingerabdrucks, kann der Vergleich im automatisierten System auch zu einer fehlerhaften Zuordnung geführt haben“, sagte Dirk Becker.
„Trotzdem – diesen Stassow sollten wir uns genauer ansehen, gibt es eine Akte über ihn?“, wollte der hiesige Hauptkommissar Nielsen wissen.
„Im zentralen Aktennachweis ist eine Akte über ihn eingetragen“, sagte Hanke, „Verkehrsunfall vor zwei Jahren.“
„Die Akte ist anzufordern“, legte Nielsen fest.
Die Kriminalisten standen im Halbkreis. Sie kamen überein, dass die Fälle von Nielsen, Hebestreit und Rohrbach weiter zu verfolgen seien. Sie wiesen Ähnlichkeiten auf, also sollten sie möglichst in einer Hand bleiben, besonders, wenn hier Serientäter am Werk seien.
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